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Zeckenbiss - Symptome und gesundheitliche Folgen

So klein die Zecken auch sind, stellen sie dennoch eine große Gefahr dar. Die winzigen Spinnentiere gehören zu den wichtigsten Krankheitsüberträgern gleich mehrerer Erkrankungen. Neben der FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis)  sind Zecken die Hauptüberträger der Borreliose.

Das Heimtückische ist, dass ein Zeckenbiss oft lange unbemerkt bleibt und die Erkrankung erst Jahre nach dem Biss ihren schicksalshaften Verlauf nimmt. Eigentlich müsste korrekterweise nicht von einem Biss, sondern Stich gesprochen werden, da die Zecke weder über einen Unter- noch Oberkiefer verfügt. Da die Tiere bei ihrem “Biss” ein Betäubungsmittel sowie einen Entzündungshemmer in die Wunde abgeben, sind die Symptome des Zeckenbisses selber eher gering. Hält man sich also in Gebieten auf, in denen Zeckenbisse wahrscheinlich sind, sollte man sorgfältig auf Zeckenbiss-Symptome achten. Je länger die Zecke am Körper hängt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an Borreliose oder FSME zu erkranken. Bei dieser FSME beginnt die Übertragung bereits wesentlich eher nach dem Stich.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die Zeckenbiss-Symptome sind kaum erkenntlich. Meist ist es ein kurzer stechender Schmerz, der in den folgenden Stunden von einem leichten Juckreiz begleitet wird. Er ist zwar einem Mückenstich vergleichbar, allerdings sind Schmerzen und Juckreiz deutlich weniger ausgeprägt. Deshalb kann man sich nicht darauf verlassen, den Zeckenbiss sofort zu bemerken, damit entsprechende Vorbeugemaßnahmen ergriffen werden können. Sollten Symptome einer gefährlichen Infektion auftreten, ist es nicht selten zu spät. Dennoch können die gesundheitlichen Folgen in der Regel gut behandelt werden.

Woran erkennt man, ob ein Zeckenbiss gefährlich ist?

Der Zeckenbiss an sich ist ungefährlich, ebenso der Saugapparat, auch wenn er bei dem Versuch einer Entfernung in der Haut stecken geblieben sein sollte. Die übertragbaren Krankheiten, vor allem Borreliose und FSME, sind die Gefahr, die von den winzigen Tieren ausgeht. Sollten nach einem Zeckenbiss Symptome von Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis auftreten, ist notwendig unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Leider wird die Infektion nicht immer leitliniengerecht versorgt.

Bei der FSME treten nach einem Zeckenbiss aufgrund der Gehirnhautentzündung Symptome wie mittelschweres Fieber und unter Umständen grippeähnliche Erscheinungen sowie Schwäche der Gliedmaßen auf. Gegen sie ist nur eine vorbeugende Impfung möglich. Nach dem Zeckenbiss entscheidet vor allem die Kompetenz des Immunsystems und die entzündlichen prozesse über den Verlauf der Erkrankung und die Schwere der Symptome.

Gegen die Borreliose ist leider keine vorbeugende Impfung möglich. Auch bei der Borreliose, die durch Bakterien aus der Gruppe der Leptospiren ausgelöst wird, treten grippeähnliche Symptome, wie Kopf- und Muskelschmerzen sowie gegebenenfalls eine leichte Lymphknotenschwellung auf. Das Fieber ist schwächer ausgeprägt als bei der FSME. Charakteristisches Symptome sind die starken Schweißausbrüche. Nur in der Hälfte der Fälle ist eine charakteristische, wanderne Rötung zu sehen, die ein eindeutiges Symptom der Borreliose darstellt, auch wenn sie Tage später an anderen Körperregionen auftritt. Diese Rötung breitet sich aus, blasst dabei aber in ihrem Zentrum wieder aus. Wird die Borreliose erfolgreich behandelt, sollte man in den folgenden Monaten und Jahren aufmerksam dafür bleiben, dass sich die Erkrankung auch mit vollkommen neuen Symptomen reaktivieren kann. Eine Behandlung ist innerhalb des ersten Monats nach der Infektion mit Antibiotika möglich. Optimaler Weise so bald wie möglich. Trotz regelrechter antibiotischer Therapie wird nicht selten über Rückfälle in den Folgejahren berichtet: Die Krankheit bricht nicht selten mit veränderter Symptomatik wieder aus. Die Spätsymptome sind sehr variabel:

  • Abgeschlagenheit,
  • psychische Veränderungen,
  • wechselnde Muskel-, Gelenk- und Nervenentzündungen,
  • chronische Kopfschmerzen,
  • Augenprobleme,
  • Hauterscheinungen sowie
  • Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen.